Unser Saatgut

Hört sich einfach an, ist es aber nicht!

Die Wahl des Saatguts bietet ein hohes Potenzial für Fehler, die dazu führen können, dass die gewünschte Wirkung für heimische Insekten verfehlt wird. Nicht jede Pflanze wächst auf jedem Boden und in jeder Region. Bodeneigenschaften und regionale Witterungsbedingungen spielen hierbei ein große Rolle. Darüber hinaus ist zu vermeiden, dass stark dominierende Pflanzen gewählt werden, die andere gewünschte Blühpflanzen verdrängen.

Um das zu vermeiden bringen wir auf unseren Wiesen eine passende Saatgutmischung aus regionaler Herstellung aus. Hierfür arbeiten wir mit regionalen Zulieferern zusammen, welche je nach Region die passende Saatmischung bereithalten. In unserem Falle beziehen wir unser Saatgut von Saaten-Zeller.

Wir haben uns bei allen Flächen einen Überblick über Bodenbeschaffenheit und Umfeld verschafft. So ist gewährleistet, dass regionale Arten und Pflanzen in unseren Blumenwiesen ihr geeignetes Ökosystem vorfinden.

Unser Saatgut 1

100% Regional

Blühmischung D, Variante Soest

Die Soester Mischung setzt sich aus 24 Arten zusammen, wobei mehr als die Hälfte der Arten Wildpflanzen sind, welche auch so in unserer Natur vorkommen. Da es sich um eine Mischung handelt, welche für Agrarumweltmaßnahmen in NRW konzipiert wurde, finden sich auch nur Wildarten darin, welche in NRW verbreitet sind.

Da viele Insektenarten, insbesondere Wildbienen, häufig hochspezialisiert sind, können sie meist Wildarten wesentlich besser Nutzen als Zuchtarten. Auch gibt zahlreiche Bienenarten die nur an sehr wenige heimische Blumen angepasst sind.

* Das Bild dient zur Zeit noch als Platzhalter, da die Aussaat erst gerade begonnen hat.

Für welche Nützlinge ist sie besonders geeignet?

Die Mischung eignet sich für eine Vielzahl heimischer Insekten. Neben zahlreichen Wildbienenarten profitieren auch Schwebefliegen, Käfer und Schmetterlinge von der Mischungszusammensetzung. Mit Arten wie Plantago lanceolata (Spitzwegerich) bietet die Mischung auch Futterpflanzen für z.B. Schmetterlingsraupen des selten gewordenen Wegerich-Scheckenfalters.

Welche besonderen Pflanzen sind enthalten und welche Wirkung erzielen sie?
    • Die Mischung enthält mehrere Korbblütler. Korbblütler spielen vor allem im Sommer eine sehr wichtige Rolle für Wildbienen. Löcherbienen, Hosenbienen und Seidenbienen sind häufige Besucher von Korbblütlern. Zu den Korbblütlern gehören z.B. die in der Mischung befindliche Schafgarbe (Achillea millefolium) oder der Rainfarn (Tanacetum vulgare). Dieser ist z.B. besonders wichtig für Arten wie  die Buckel-Seidenbiene (Colletes daviesanus) und die Rainfarn-Maskenbiene (Hylaeus nigritus), aber auch für andere Korbblütler-Spezialisten wie die Gewöhnliche Löcherbiene (Heriades truncorum).
    • Schmetterlingsblütler  wie Hopfenklee (Medicago lupulina) oder Gelber Steinklee (Melilotus officinalis) sind ebenfalls wichtige Nahrungsquellen vor allem für Blattscheider- und Mauerbienen. Sie werden von zahlreichen Nahrungsspezialisten genutzt.
    • Auch Doldenblütler wie die in der Mischung befindliche Wilde Möhre (Daucus carota) oder der Wiesenkerbel (Anthriscus sylvestris) ziehen sehr viele Wildbienenarten an. Durch ihre offenliegenden Nektarien bieten sie zudem Nahrung für eine Fülle weiterer Insektenarten. Eine besonders schöne Schmetterlingart an der Wilden Möhre ist der Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Hier ist vor allem das Kraut der Möhre von Bedeutung, an der sich dich auffällig gemusterten Raupen satt fressen können.
    • Zu guter Letzt seien noch die klassischen Ackerkräuter Mohn- und Kornblume genannt, welche ebenfalls in der Soester Mischung enthalten sind. Neben Ihren schönen Farben sind sie u.a. für die heute sehr selten gewordene Mohn-Mauerbiene (Osmia papaveris) unabdingbar. Wie der Name schon besagt, ist die Mohn-Mauerbiene eng an den Mohn gekoppelt, dessen Blütenblätter sie nutzt, um die in den Boden gegrabenen Brutzellen auszukleiden. Die Kornblume gehört neben Glockenblumen und Ackerwinden zu ihrer bevorzugten Nahrungsquelle.

Einjährige Blühmischung „Meine Blumenwiese“

Die einjährige Blühmischung setzt sich aus 15 Arten zusammen. Bei diesen 15 Arten handelt es sich ausschließlich um Kräuter, welche als Kulturpflanzen in Deutschland heimisch sind. Im Gegensatz zu der Blühmischung D Variante Soest, befinden sich in dieser Mischung keine Wildarten.

Zu den Vorzügen der Mischung zählen ein schneller Wuchs und ein üppiger Blütenreichtum. Damit ist die Mischung eine optische Augenweide und besonders wertvoll für Honigbienen. Sie eignet sich zudem für eine kurzfristige Begrünung vor allem auf Stillegungsflächen und Blühstreifen bzw. -flächen in der Agrarlandschaft.

* Das Bild dient zur Zeit noch als Platzhalter, da die Aussaat erst gerade begonnen hat.

Für welche Nützlinge ist sie besonders geeignet?

Die Mischung eignet sich für eine Vielzahl heimischer Insekten. Neben zahlreichen Wildbienenarten profitieren auch Schwebefliegen, Käfer und Schmetterlinge von der Mischungszusammensetzung. 

Welche besonderen Pflanzen sind enthalten?

Dill (Anethum graveolens)
Borretsch (Borago officinalis)
Acker-Leindotter (Camelina sativa)
Färber-Distel (Carthamus tinctorius)
Echter Koriander (Coriandrum sativum)
Echter Buchweizen (Fagopyrum esculentum)
Fenchel (Foeniculum vulgare)
Ramtillkraut (Guizotia abyssinica)
Sonnenblume (Helianthus annuus)
Saat-Lein (Linum usitatissimum)
Hopfenklee (Medicago lupulina)
Saat-Luzerne (Medicago sativa)
Petersilie (Petroselinum crispum)
Rainfarn-Phazelie (Phacelia tanacetifolia)
Rot-Klee (Trifolium pratense)